Energiemanagementsysteme


Energiemanagementsysteme | Bildnachweis: © pixabay

Die Einführung eines Energiemanagementsystems - wie beispielsweise EMAS, das Umweltmanagement-Gütesiegel der Europäischen Union - in einem Unternehmen beinhaltet ähnliche strategische und organisatorische Vorbereitungen wie bei anderen Managementsystemen und -entscheidungen auch:

  • Ziele formulieren
  • Verantwortlichkeiten festlegen
  • entsprechende organisatorische Strukturen schaffen

Bei einem Energiemanagementsystem heißt das: ein Energiemanager sollte die Steuerung übernehmen, in größeren Unternehmen kann dies auch ein Energieteam sein. Ein Energiemanagementsystem dient dazu, Energieverbräuche und -kosten zu erfassen und für alle Unternehmensbereiche transparent darzulegen. Schnell können Sie dadurch unerkannte Energieeinsparpotenziale offenlegen und geeignete Verbesserungsmaßnahmen entwickeln.

Ziele eines Energiemanagementsystems sind:

  • Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen und Produktionsprozesse
  • Energiesparmaßnahmen im Bereich der Querschnittstechnologien.

Welche Energiemanagementsysteme gibt es?

Unternehmen haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Energiemanagementsystemen. Welches das für Sie passende ist, hängt von mehreren Faktoren ab wie die Unternehmensgröße, der organisatorische Aufwand sowie den erhofften Energieeffizienzzielen. 

EMAS ist ein freiwilliges Umweltmanagement zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung eines Unternehmens.

Das Energieaudit nach DIN EN 16247-1 kann ein erster wichtiger Schritt sein, um die Energieeffizienz zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken. Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme und eine energetische Bewertung des Energieeinsatzes. Das Energieaudit kann zugleich eine Vorstufe sein, wenn ein Unternehmen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einführen möchte. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) insbesondere des produzierenden Gewerbes kann sich ein Energieaudit bereits lohnen, da sie neben der Energieeinsparung auch von einer steuerlichen Entlastung nach § 55 EnergieStG bzw. § 10 StromStG profitieren.

Die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 ist grundsätzlich in allen Unternehmen möglich, ob in KMU oder größeren Unternehmen. Es lässt sich zudem mit anderen Managementsystemen verbinden – so schaffen Sie weitere Synergien.

Die konkrete Durchführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 folgt einem regelmäßig wiederkehrenden Zyklus zur kontinuierlichen Prozessoptimierung.

  • Planen: Nach einer Analyse und Bewertung der energetischen Daten legen Sie die Ziele fest und entwickeln Pläne für deren Erreichen.
  • Umsetzen: Die Maßnahmenpläne werden umgesetzt. Wichtig: Binden Sie die Mitarbeiter eng ein. Sie kennen die Prozesse am besten, sie stellen signifikante Veränderungen im Energieverbrauch schnell fest und können entscheidende Hinweise für nötige Optimierungen geben.
  • Prüfen: Die ergriffenen Effizienzmaßnahmen werden überwacht und durch erneute Messungen auf den Prüfstand gestellt. Hieraus können Sie Ansätze für mögliche Korrekturen der Maßnahmen ablesen.
  • Anpassen: Nach Auswertung der Überprüfungen werden mögliche Korrekturen vorgenommen. Eine Konsequenz könnte sein, in innovative und energieeffizientere Technologien zu investieren

Energiemanagementsysteme | Bildnachweis: © Pixabay

Unterstützung durch mod.EEM

Mit der kostenfreien Anwendung mod.EEM - modulares EnergieEffizienzModell – erhalten Sie ein onlinebasiertes Instrument an die Hand, mit dem Sie in Ihrem Unternehmen ein Energiemanagement strukturiert und vollständig einführen können. Informationen zu mod.EEM erhalten Sie hier.