Klimaschutz geht durch den Magen!

Beim dritten KlimaDate drehte sich alles um das Thema Essen

Beim „KlimaDinner“ im „mittendrin“ wurde fleißig gekocht und über die Bedeutung unserer Essgewohnheiten für den Klimaschutz diskutiert.
Beim „KlimaDinner“ im „mittendrin“ wurde fleißig gekocht und über die Bedeutung unserer Essgewohnheiten für den Klimaschutz diskutiert.

Rund 30 Junge Menschen aus dem Heidekreis kochten am Donnerstag, den 26. April 2018 gemeinsam mit Koch Laurenz Lamberts im Kulturzentrum „mittendrin“ ein klimafreundliches und schmackhaftes Abendessen. Auf dem Speiseplan standen unter anderem handgemachte Nudeln mit Saucen aus regionalen und klimafreundlichen Zutaten. Neben dem gemeinsamen Kochen und Essen wurde über die Zusammenhänge von Ernährung und Klimaschutz informiert und diskutiert.

Was haben unsere Ernährung und der Pegelanstieg der Weltmeere miteinander zu tun? Wie ist es möglich beim Essen und Einkaufen das Klima zu schützen? Diese und weitere Fragen stellte und diskutierte Georg Größe-Löscher von BildungsCent e.V. beim „KlimaDinner“ mit den jugendlichen Teilnehmern. Im Fokus standen dabei regionale und saisonale Produkte, die Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln und auch die Frage nach dem Verzehr von tierischen Erzeugnissen. In Deutschland werden beispielsweise pro Person im Jahr circa 500 Kilogramm Lebensmittel verbraucht. Dadurch entstehen pro Person rund zwei Tonnen CO2. Knapp die Hälfte dieser Emissionen entsteht auf dem Weg bis zum Supermarkt. Der weitere Anteil entsteht auf der Seite der Konsumenten durch Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

„Man sieht am Beispiel Ernährung sehr gut, welche enormen Potenziale für den Klimaschutz in unserem Nutzerverhalten liegen. Statistisch gesehen wirft zum Beispiel jeder Haushalt im Heidekreis jährlich ein Viertel der Nahrungsmittel in die Mülltonne – pro Person und Jahr 80kg“, sagt Anke Kicker von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. „Alleine diese Summe zu vermeiden, brächte einen Beitrag zum Klimaschutz.“ Wie man ein klimafreundliches Menü zaubert, das garantiert nicht in der Tonne landet, zeigte Koch Laurenz Lamberts mit seiner Menüwahl und den verwendeten Lebensmitteln. So gab es zum Beispiel ein Gemüsegratin aus Karotten, Kartoffeln und Lauch und Pasta mit einer Sauce aus Roter Bete, Möhren und Zwiebeln. „Die Zutaten stammen alle aus ökologischem Anbau hier in der Region“, berichtet der passionierte Koch. Und darüber, dass klimafreundliche Ernährung auch schmeckt, da waren sich am Ende alle einig.

Das „KlimaDinner“ war ein kostenfreies Angebot für junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren. Nach dem Flashmob „Inseln Versenken“ im Oktober 2017 und der Filmvorführung „KlimaScreening“ im Januar 2018 ist das „KlimaDinner“ der Abschluss der Veranstaltungsreihe KlimaDates. Die KlimaDates waren eine Veranstaltungsreihe der Energieagentur Heidekreis gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und BildungsCent e.V. Alle Veranstaltungen informierten über den Klimawandel und gaben jungen Menschen die Möglichkeit, sich für mehr Klimaschutz zu vernetzten und einzusetzen. Sie haben gezeigt, wie Engagement für die globale Herausforderung vor Ort gelingen kann.

Dominique Diederich, Leiter der Energieagentur Heidekreis, stellte zum Ende des „KlimaDinners“ noch einmal klar, dass es im Heidekreis auch nach der ersten Projektphase weitere KlimaDates geben wird, bei denen die Erfahrungen aus den zurückliegenden Veranstaltungen eingebracht werden. Informationen und Termine dazu gibt es wieder unter www.energieagentur-heidekreis.de.

 Freitag, 27. April 2018  12:42 [28 days]