Heidekreis ist landesweit beispielgebend bei energetischen Sanierungen und Neubauten

Zwei Landespreise der „Grünen Hausnummer“ 2017 gehen nach Essel und Soltau

Preisträger und Jurymitglieder der landesweiten Auszeichnung 'Grüne Hausnummer' (Foto: Stefan Koch)
Gruppenbild: Preisträger und Jurymitglieder der landesweiten Auszeichnung 'Grüne Hausnummer' (Foto: Stefan Koch)

Landesweit hat die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen im vergangenen Jahr 173 „Grüne Hausnummern“ für besonders energiesparendes Sanieren und Bauen verliehen. 36 davon wurden in Kooperation mit der Energieagentur Heidekreis an Wohngebäudeeigentümer aus dem Heidekreis vergeben. Im Rahmen der neunten „Effizienztagung Bauen und Modernisieren“ in Hannover sind am vergangenen Wochenende feierlich die sechs am meisten herausragenden Sanierungsprojekte oder Neubauten mit einem landesweiten Preis geehrt worden. Zwei dieser Auszeichnungen gingen in den Heidekreis.

In der Kategorie „Sanierung“ erhielt Familie Berger aus Essel für die Sanierung ihres Fachwerkhauses aus dem Jahr 1896 mit weitgehend ökologischen Baustoffen den ersten Preis und 1.500 Euro Preisgeld. Mit dem Sonderpreis „Zukunftshaus“ für besonders nachhaltige Neubauten wurde Dr. Wolff-Martin Mundschenk aus Soltau ausgezeichnet. Er hat sein sehr effizientes Einfamilienhaus mit ökologischen Baustoffen und mit Blick auf altersgerechtes Wohnen errichtetet. Die Auszeichnung war mit einem Preisgeld von 750 Euro dotiert.

Ausgewählt wurden die Landessieger durch eine sechsköpfige Fachjury, in der unter anderem Vertreter der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Architektenkammer Niedersachsen saßen. Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und ebenfalls Mitglied der Jury, sagte im Rahmen der Preisverleihung: „Es ist uns nicht leicht gefallen aus den vielen guten Beispielen für energieeffizientes Sanieren und Bauen in Niedersachsen die Preisträger auszuwählen. Die Jurysitzung hat mir aber trotzdem besonderen Spaß gemacht, weil sie gezeigt hat, wie viele Möglichkeiten es gibt, das eigene Haus energieeffizient zu gestalten. Verschiedene Techniken, Dämmstoffe und Vorgehensweisen ermöglichen Lösungen für viele verschiedene Arten von Gebäuden und verschiedene Anforderungen der Besitzer.“

Michael Krohn, der als Vertreter der Kommunalen Heide-Dienstleistungs-GmbH (KHD) / Energieagentur Heidekreis an der Preisverleihung in Hannover teilnahm, zeigte sich erfreut darüber, dass gleich zwei Auszeichnungen in den Heidekreis vergeben wurden. Er merkte an, dass es mit Sicherheit noch weitere beispielhafte Wohngebäude im Heidekreis gibt und hofft, dass die ausgezeichneten Beispiele viele Nachahmer finden werden. Darum hat die Energieagentur Heidekreis für 2018 eine weitere Bewerbungsrunde für die „Grüne Hausnummer“ im Heidekreis fest eingeplant. Details dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Grüne Hausnummer ist eine Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Sie zeichnet in Kooperation mit regionalen Partnern, wie der Energieagentur Heidekreis, vorbildlich sanierte oder gebaute Wohngebäude aus. Eigentümerinnen und Eigentümer, die Ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt haben oder ihren Altbau besonders energieeffizient saniert haben, können sich mit der „Grünen Hausnummer“ auszeichnen lassen.

  • Familie Berger aus Essel wurde von Lothar Nolte (1. v.l., Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen), Dr. Christoph Schmidt-Eriksen (2. v. r., Referatsleiter Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimasch...
 Mittwoch, 29. November 2017  11:41 [16 days]