Ein Blick in die (elektro)mobile Zukunft

Regionale Autohäuser und Energieagentur Heidekreis boten Elektromobilität zum Anfassen

Der stellv. Bürgermeister Friedhelm Eggers begrüßt die rund 100 Teilnehmer von „E-Mobilität (er)fahren“ in der „Alten Reithallen“ in Soltau.
Der stellv. Bürgermeister Friedhelm Eggers begrüßt die rund 100 Teilnehmer von „E-Mobilität (er)fahren“ in der „Alten Reithallen“ in Soltau.

Die Energieagentur Heidekreis und Autohäuser aus der Region luden am vergangenen Freitag zu einer Informationsveranstaltung zum Thema E-Mobilität in die „Alte Reithalle“ in Soltau ein. Passend zum Titel „E-Mobilität (er)fahren“ konnten die rund 100 Teilnehmer nicht nur theoretisches Wissen mitnehmen, sondern erhielten auch die Möglichkeit zu elektrisierenden Probefahrten.

Schon in ihrer Begrüßung machte der stellvertretende Bürgermeister Friedhelm Eggers deutlich, welche wichtige Rolle der Elektromobilität bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele zukommt. Er stellte aber auch heraus, dass in diesem Themenfeld noch viel zu tun ist, um die von der Bundesregierung gesteckten Ziele zu erreichen. Erfreulicherweise steigt die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos in der letzten Zeit stark an. Zugleich dankte Eggers der Energieagentur Heidekreis und den regionalen Autohäusern, die ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten, für die Initiative zur Mobilitätsveranstaltung. „Solche Veranstaltungen sind ein wichtiger Schritt, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern und auch Unternehmen die Scheu vor der Elektromobilität zu nehmen und ihnen zu zeigen, was sie heutzutage schon leisten kann“, ergänzte Dominique Diederich, Leiter der Energieagentur Heidekreis. Wo die E-Mobilität wirklich steht, das verdeutlichte Prof. Sven Strube vom Institut für Verkehrsmanagement an der Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften, der zudem seit vielen Jahren selbst elektrisch fährt. Eindrucksvoll machte er klar, dass die E-Mobilität den Kinderschuhen längst entwachsen ist und viele Kritikpunkte, beispielsweise die zu geringe Reichweite und die nicht darstellbare Wirtschaftlichkeit, heute so keinen Bestand mehr haben. Und auch im Bereich der Ladeinfrastruktur passiert derzeit einiges. „Die Zahl der Ladepunkte steigt und mit ihr auch die Leistung, mit der geladen werden kann. Mehr Ladeleistung bedingt einen schnelleren Ladevorgang und somit einen geringeren Zeitverlust, wenn doch einmal „zwischengetankt“ werden muss“, erläuterte der Experte der Ostfalia. Wer wissen will, wo genau er im Heidekreis laden kann, der findet eine ständig aktualisierte Übersicht auf der Webseite der Energieagentur Heidekreis.

Im Anschluss an den theoretischen Teil konnten die Besucherinnen und Besucher dann im Außenbereich der „Alten Reithalle“ verschiedene Elektrofahrzeuge (er)fahren. Von Tesla Model X über VW eGolf, Mercedes GLC 350e, Renault Zoe und Toyota Prius bis hin zum Mitsubishi Outlander war, nur um eine Auswahl der zur Verfügung stehenden Modelle zu nennen, eine bunte Mischung von dem vertreten, was der Fahrzeugmarkt aktuell zu bieten hat. Zudem wurden mit dem Maxus EV80 und dem Streetscooter auch elektrische Nutzfahrzeuge vorgestellt. Zahlreiche Probefahrten später waren sich Organisatoren wie auch Gäste darüber einig, dass die Veranstaltung dazu beigetragen hat, das Bewusstsein und die Begeisterung für E-Mobilität in der Region weiter zu fördern.

 Montag, 27. August 2018  10:15 [82 days]